das beste Haus

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Was sich in "10 Jahren Architekturpreis" getan hat? Erfahren Sie hier laufend mehr...

 

 

 

 18.05.2015

 

Jetzt noch bis zum 26.05 die ausgezeichneten Objekte im Architekturzentrum ansehen!

 

Holen Sie sich jetzt Inspirationen und Anregungen direkt bei den Gewinnern.

 

Kleinere Ausstellungen finden Sie auch in den Bundesländern.

 

Zu den Terminen und Ausstellungsorten

 


 

 

 

27. April 2015

 

Sehen Sie sich zwei Wiener prämierte Objeke von "Das beste Haus 2015" vor Ort an!

 

Das beste Haus 2015 Online Voting

Im Rahmen der Reihe Az W vor Ort werden immer wieder Expertenführungen angeboten.

Am Sonntag, den 3. Mai 2015 geht es in einer Bustour zu zwei der drei in Wien für „Das beste Haus 2015“ nominierten Häuser: Zu den Objekten Haus cj_5 in Liesing und dem Stadthaus Hockegasse. Diese beiden herausragenden Beispiele für innerstädtische Nachverdichtung werden von den jeweiligen Architekten vor Ort näher erläutert. Weitere Details hinsichtlich Ablauf und Anmeldung entnehmen
Sie folgenden Link:

www.azw.at/event.php

 

 

Übrigens: Das Online-Voting für "Das beste Haus 2015" ist beendet.

Das Ergebnis des Jury-Votings erfahren Sie auch in Kürze.


Sehen Sie hier das Ergebnis des Online-Votings:

Zum Ergebnis des Online-Votings 2015 

 


 

 

 

02. April 2015

 

Das Beste Haus 2015 Online-VotingDas beste Haus 2015 Online Voting

 

Geben Sie noch bis 26. April 2015 Ihre Stimme für Ihren persönlichen Favouriten unter den nominierten Häusern für 2015 ab und gewinnen Sie tolle Preise beim diesjährigen Gewinnspiel!

 

Hier geht es zum Online-Voting

 

 

 

 


 

 

 

25. März 2015

 

Der Countdown zum Start des Online-Votings für Das Beste Haus 2015 läuft...

Ab dem 30. März 2015 haben Sie die Möglichkeit am Online-Voting teilzunehmen und die Stimmen für Ihre Favoriten abzugeben!

 

 


 

 

09. März 2015

 

Familien-Domizil mit Stil

Kunstvolle Planung, weiße Wände als Leinwand fürs bunte Familienleben: Das Haus von Familie Scheuer wurde beim Architekturwettbewerb „Das beste Haus 2005“ zum besten Haus Oberösterreichs gewählt. Wohnzeit hat die Scheuers besucht.


Wo sechs Menschen und zwei Katzen unter einem Dach leben, sammeln sich naturgemäß im Lauf der Zeit viele Dinge an. Im Haus von Familie Scheuer in Feldkirch an der Donau ist das nicht anders – nur sieht man diese Dinge in der Regel kaum. Das optische Erscheinungsbild der Innenräume präsentiert sich edel, harmonisch und sehr ruhig. Ermöglicht wird dies durch kunstvolle Planung bis ins kleinste Detail, puristische Materialwahl und Konsequenz in der Umsetzung.

 

Konsequent
„Es muss passen.“ Das sagt Dr. Andreas Scheuer bei der Führung durch sein Haus immer wieder. Die Böden bestehen im Unter- wie im Obergeschoss aus Giallo Dorato Sandstein oder Eichen-Parkett. Türen und Türstöcke sind ebenfalls auch Eichenholz gefertigt. „Dieses Holz hat Kraft, ist aber hell und nicht zu schwer.“ Der markant-dezente Giallo Dorato Sandstein wiederum wird sogar für den Waschtisch im Bad verwendet. Decken und Wände sind durchgängig in weiß gehalten, Schränke oder Regale sieht man nicht: Bücher, Spiele, das Fernsehgerät, und „Krimskrams“ befinden sich in weißen Wandschränken. Diese heben sich visuell kaum von den Wänden ab, wurden vom Keller bis zum Obergeschoss von Tischlern maßgefertigt. Ein puristischer, reduzierter Materialmix, der „einfach passt“ - und in Kombination mit den überdurchschnittlich hohen Räumen und der weiten Landschaft, die durch große Glasflächen ins Innere geholt wird, ein Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit erzeugt. Das Einfache ist hier auf 400 m2 Wohnfläche das Ergebnis vielschichtiger Überlegungen, geplant und umgesetzt von Architekt Gerhard Fischill.

 

Fokussiert
Das Hauptgebäude ist ein schlichter, weiß verputzter, mit einem Satteldach gedeckter Baukörper, der sich geschickt in den unregelmäßigen Zuschnitt des Grundstücks einfügt. Stilistisch passt die Immobilie in die räumliche Struktur der ländlichen Gemeinde – und ist dennoch anders als die traditionellen Bauernhäuser. „Wir wollten kein Landhaus nachbauen, sondern ein modernes Haus aus unserem Jahrhundert schaffen“, erklärt Dr. Silvia Scheuer. Im Inneren wird die moderne Linie mit einer gut durchdachten Aufteilung fortgesetzt. Die Räume gehen fließend ineinander über, können aber mittels raumhoher Schiebe-Elemente unterteilt werden. So auch das beim Wohnzimmer gelegene Arbeitszimmer von Andreas Scheuer. Will er beim Erstellen von Vorträgen zu seinem Spezialgebiet Akupunktur die offene Feuerstelle im Wohnzimmer sehen, oder Anteil am Familienleben nehmen, ist der Raum ein verlängerter Teil des Wohnzimmers. Braucht er mehr Ruhe, kann er sich durch Schließen des Wandelements abschotten. Raumbildend ist auch das Tageslicht, das durch einen Lichtkamin vom Obergeschoss nach unten fließt.

 

Nur Landschaftsbilder
Herzstücke des zweiten Pols im Haus sind der Essbereich und die Küche. Der großzügig angelegte Kochbereich ist in strahlendem Weiß gehalten, die Arbeitsflächen bestehen aus silbern schimmerndem rostfreien Stahl – sonst sind auch hier keine anderen Farben zu sehen. Küchengeräte, Gewürze, Kochutensilien, alles in weißen Wandschränken verborgen. „Ich brauche beim Kochen vieles, will es aber nicht andauernd sehen“, sagt Silvia Scheuer. Beginnt sie zu kochen, öffnet sie die Schranktüren. „Dann habe ich eine offene Küche, und alles griffbereit. Aber ich schätze es sehr, wenn alles nach dem Zusammenräumen verschwindet.“

Die Entscheidung, keine Bilder aufzuhängen, wird im gesamten Haus auch nach über 10 Jahren immer noch konsequent umgesetzt. Nur in den Zimmern von Bernhard, 27, Veronika, 24, Lilly und Marlene – die Zwillinge sind 20 – hängen Bilder und Poster an den Wänden. „Oft sind meine Mutter und der Freund unserer Tochter Veronika hier. Dann sind wir zu 8“, schmunzelt Silvia Scheuer. „Die weißen Wände sind die Leinwände für unser buntes Familienleben. Das hat sich sehr bewährt.“ Ob jemals ein Bild im Untergeschoss eine Wand erobern wird? „Keine Chance“, lacht Lilly. „Naja, vielleicht irgendwann in der Zukunft“, sagt Silvia Scheuer. „Passen müsste es halt, das Bild“, meint Andreas Scheuer. Was auf jeden Fall passt, , die durch die Fensterflächen zu sehen sind, wobei schon die „Rahmen“ perfekt komponiert sind: Ein stehendes Fensterformat im Obergeschoss, hier kann der Blick auf die Mühlviertler Berge wandern, wo die Kinder Skifahren gelernt haben. Ein liegendes Fensterformat im Erdgeschoss, das lädt zum Beispiel auf dem Gang Richtung Küche zum Stehenbleiben und Augenschmaus-Genießen ein: Obstbäume, der Pool, das ebenfalls preisgekrönte Haus der Oma, dahinter Äcker, Bäume, Hügel. Und keine Bewegung. Bis draußen die schöne Katze Luna durchs Gras stolziert und aus dem ruhigen Landschaftsbild eine „animierte“ Szene macht. „Sie haben zu Beginn gefragt, was mein Lieblingsraum in diesem Haus ist“, sagt Silvia Scheuer. „Es ist alles. Das ganze Haus. Ich schätze es einfach sehr, hier zu wohnen.“ Marlenes Fazit: „Das Haus ist großzügig. So wie Mama und Papa.“

 

 

 

„Für meine Bauherren will ich natürlich immer nur das Beste (Haus). Das Haus Scheuer sollte sich heiter und gelassen in die ländliche Siedlung und Umgebung einfügen. Nach über einem Jahrzehnt darf ich sagen, dass dies gelungen ist.“
DI Gerhard Fischill, Architekt Siegerhaus Scheuer

 

 

 

 Fotos © Monika Saulich

 


 

 

 

24. Februar 2015

 

Vorschau auf die neuen Trophäen


Aufgrund des 10-jährigen Jubiläums dieses Architekturpreises wird auch die Trophäe für die Preisträger von "Das beste Haus 2015" leicht geändert. Diese besteht heuer aus einer geölten Stahlplatte und wird daher dunkler und schwerer sein als die Trophäen der Vorjahre. Die 18 Trophäen werden zur Zeit gefertigt und warten auf die Bundeslandsieger. Pro Bundeslandsieger dürfen sich jeweils der Architekt und die Bauherren des Siegerprojektes über diese Trophäe (und natürlich auch über das Preisgeld von jeweils EUR 3.000,--) freuen. Zusätzlich erhalten alle Nominierten und Preisträger auch eine Urkunde.

 

 

Tipp: Sind Sie schon neugierig, welche Häuser zu den Nominierten für 2015 zählen? Beim Architekturfestival "Turn-On" am 5. März 2015 können Sie einen ersten Blick auf die Shortlist werfen. Nutzen Sie die Chance und schauen Sie vorbei!

Weitere Infos finden Sie unter: www.turn-on.at

 

 

 


 

 

 

19. Jänner 2015

 

Am 23. Jänner 2015 war es soweit: die Landesjuroren setzen sich zusammen und nominieren die besten Häuser pro Bundesland 2015!

Die Einreichfrist ist am 17. November abgelaufen und wir haben 129 Einreichungen bekommen:

Niederösterreich:

Oberösterreich:

Vorarlberg:

Kärnten:

Tirol:

26 Projekte

25 Projekte

19 Projekte

13 Projekte

11 Projekte

Steiermark:

Wien:

Salzburg:

Burgenland:

10 Projekte

11 Projekte

7 Projekte

7 Projekte

 

 

Hier geben wir Ihnen ein Rückblick der Siegerhäuser der letzten Jahre:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

24. November 2014

 

10 Jahre im besten Haus

Unser Haus ist das beste! Das sagen viele!
Familie Schilk hat es „amtlich“, ihr Haus wurde beim Architekturwettbewerb „Das beste Haus 2005“ zum besten Haus Niederösterreichs gewählt. Wohnzeit hat Familie Schilk besucht.

   

 „Ich liebe es.“

Dieser Satz kommt Katharina Schilk mehrmals über die Lippen, als sie uns durch ihr Haus führt und seine architektonischen Besonderheiten erklärt. Zu entdecken gibt es einige Hingucker und innovative Lösungen, mit denen HRABAL ARCHITEKTUR (ZT GmbH) Familie Schilk in Felixdorf komfortables wie stilvolles Wohnen ermöglicht. Am auffälligsten sind wohl die vier fensterlosen, quaderförmigen „Boxen“ mit der eleganten Außenhülle aus rotbraun gebeizten Birken-Sperrholzplatten, die aus der Fassade des Hauses ragen und über dem Gartenbereich schweben.

   

Ganz schön praktisch

 In der ersten verbirgt sich der Abgang in den dank einem vorgesetzten Steinhof von sanftem Licht durchfluteten. In der Box nahe der Terrassentür befindet sich die Toilette. „Damit es die Kinder nicht weit haben, wenn sie aus dem Pool oder Garten kurz rein müssen“, erklärt die Hausherrin. Die übrigen Boxen bieten Raum für Speis, Badezimmer, einen begehbaren Schrank und den Wirtschaftsraum. „Da sind Waschmaschine und Wäscheständer zentral untergebracht, aber nie im Weg.“

 

  

Feingefühl
Das Haus Schilk ist eines jener besonderen Häuser, die auf Fotos schön anzusehen sind, ihre wahre Faszination und Reiz aber erst vor Ort entfalten. Das liegt zum einen an gestalterischen Elementen, die für besondere Atmosphäre sorgen: Schon das Entree beeindruckt mit elegantem Steinboden aus sägerauem dunkelgrauen Schiefer, die Räume sind großzügig dimensioniert, Lichtbänder und große Fensterflächen bringen viel Tageslicht ins Haus. Aber auch das in der Jury-Begründung gerühmte „Feingefühl beim Reagieren auf das Umfeld“ sorgt für so manchen Aha-Effekt. Ein Augenschmaus ist etwa der Blick vom Esstisch aus, einer massiven Holztafel in modernem Design, gebaut aus einer ehemaligen Weinpresse, Jahrgang 1820. Dank der niedrigen Fensterhöhe genießt man die Lichtstimmungen und Pflanzen im Garten am besten sitzend, was wiederum den Gemütlichkeitsfaktor erhöht. Die Wahrscheinlichkeit, draußen den Wind kräftig an Bäumen rütteln zu sehen, ist groß. Es ist in dieser Gegend oft windig, das hat den U-förmigen Grundriss mitbestimmt:

 

  
Zwei eigenständige Baukörper schließen sich schützend um den Innenhof in der Mitte. Einer mit Sichtbeton, der vom Wohnzimmer aus sichtbare hat wie die Boxen eine rotbraune Fassade – das schaut gemütlicher aus. Die unterschiedliche Farbgebung betont auch die Zonierung des Hauses: Der vordere Bereich ist der Lebensbereich mit Küche und Wohnzimmer, im hinteren befinden sich die Schlafzimmer von Philipp, 15, Lukas, 13, und Anna, 7. Was die Kids zum Haus sagen? „Die rückseitige Veranda ist cool zum Chillen, ich kann da auch direkt aus meinem Zimmer aufs Trampolin springen“, sagt Philipp. „Wenn ich es mir leisten kann, will ich auch einmal so ähnlich bauen. Aber weit weg von den Eltern.“ Der Grinser, den der Teenager bei dieser Aussage mit seiner Mutter austauscht verrät das humoristische Fundament dieser Aussage.

Harmonie
Als Besucher merkt man schnell: das Familienleben ist hier äußerst harmonisch und witzig. Hat das auch mit dem Haus zu tun? „Wir haben in einer Wohnung gewohnt, und auf engem Raum kann man sich gegenseitig schon schneller auf die Nerven gehen. Hier hat jeder von uns 5 seinen Rückzugsbereich. Es gibt aber auch Orte für schöne gemeinsame Stunden, etwa im Innenhof oder vor dem Kamin. Das alles ist sicher gut fürs Familienleben“, erzählt Frau Schilk. Ihr Fazit nach 10 Jahren im besten Haus? „Es passt einfach alles. Den Spruch, dass man das 1. Haus für den Feind, das 2. für den Freund und das 3. für sich selber baut, kann ich nicht nachvollziehen.“ Wichtig sei, zu wissen, was man will, ehe man mit der Planung beginne. Goldrichtig sei auch der Entschluss gewesen, das Projekt mit einem Architekten umzusetzen. „Anfangs dachten wir: Mit Architekten bauen ist zu teuer. Aber das stimmt nicht. Thomas Hrabal hat mit den Handwerkern verhandelt, uns wohl auch Geld gespart.“ Zum Projektbeginn schrieben Katharina und Wolfgang Schilk einen Anforderungskatalog für ihr Traumhaus. Was dort stand, wurde verwirklicht: Familien- und kinderfreundlich soll das Haus sein, mit Windschutz, hellen Räumen, viel Licht, ebenerdiger Bauweise und Materialien, die nicht nachjustiert werden müssen, also Stein, Beton, Metall und langlebige Holzsorten. Dass ihr Haus vor 10 Jahren zum besten Haus Niederösterreichs gewählt wurde, habe sie vor allem für das Architektenteam gefreut, sagt Katharina Schilk. „Für uns war es auch schon vorher das beste Haus.“


„Ein geräumiges und praktisches Haus erleichtert das harmonische Familienleben.“
Katharina Schilk


„Ein Architekturpreis stellt für mich eine bleibende Anerkennung für mein Engagement und eine Bestätigung für die Qualität meiner Arbeit dar - ist also eine wichtige Benchmark. Der Preis „Das beste Haus“ hat sich durch die große Anzahl der Teilnehmer und die faire Bewertung als relevantester Preis am Sektor österreichischer Einfamilienhäuser etabliert.“
Thomas Hrabal, Architekt Siegerhaus Schilk, www.hrabal-architektur.at

 

 

Fotos © Dimo Dimonov

 

 


 

 

23. Oktober 2014

Der Blogger, der im Pionierprojekt wohnt

Günter Pichler hat mit seinem Wiener Haus beim Architekturwettbewerb “Das beste Haus 2011″ gewonnen. Wie es sich in seinem Siegerhaus wohnt, das international für Aufsehen sorgt, erzählt der Architekt und energie-blog-Autor im Interview. Trotz Zeitknappheit. “Ich plane gerade das nächste beste Haus.”

Sie wohnen seit 5 Jahren in Ihrem Siegerhaus. Wie hat es sich über die Jahre bewährt?
Günter Pichler: Als räumliche Hülle für unseren Lebensmittelpunkt ist das Haus nach wie vor ein Gewinn. Immer wieder staunen wir auf´s Neue über die räumliche Großzügigkeit und die positive Aura der natürlichen Materialien. Im Passivhaus zu leben birgt viele Vorteile, wir atmen immer frische Luft bei angenehmen Temperaturen, schlafen das ganze Jahr mit einer dünnen Bettdecke und können selbst bei minus 15 Grad Außentemperatur im T-Shirt vor den großen Fenstern sitzen und die Natur genießen. Die Technik funktioniert problemlos im Hintergrund und unsere Energiekosten haben sich auf 180 Euro im Jahr reduziert.

Alle Materialien des Hauses sind mechanisch befestigt, umweltverträglich und vollständig wieder verwertbar. Warum eigentlich?
Die Häuser von heute sind die Bergwerke der Zukunft. Bei anhaltender Ressourcenknappheit wird es immer wichtiger unsere Bauwerke so zu planen, dass sie zum Einen umnutzbar sind und zum Anderen wiederverwertbar. Heutzutage wird der Großteil der Gebäuderessource deponiert, eine volkswirtschaftliche und ökologische Katastrophe. Als Architekt bin ich mitverantwortlich für unseren Planeten, denn das Bauwesen verbraucht mehr als 50% aller auf der Welt verarbeiteten Rohstoffe und Ressourcen und ist somit der größte Verbraucher an Endenergie. Natürliche Baustoffe wie Holz sind weitgehend CO2 neutral, durch deren bewussten Einsatz entlastet unser Haus die Erdatmosphäre um 60 Tonnen CO2, das entspricht dem CO2 Ausstoß einer 6 fachen Erdumrundung mit dem Flugzeug. Außerdem belegen medizinische Studien, dass der Einsatz von natürlichen Baustoffen die Herzfrequenz senkt und die Regenerationsphase verkürzt. Wir haben also eine alltägliche Vorbeugung gegen Stress und seine negativen gesundheitlichen Begleiterscheinungen durch unser Haus.

Sie verwirklichten diesen Anspruch in einem Haus im Passivhausstandard, und das alles zum Quadratmeterpreis von damals 1.500 Euro. Wie erreicht man so ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?
Ohne Werbung in eigener Sache zu machen muss ich darauf hinweisen, dass nur ein qualifizierter, ökologisch und ökonomisch geschulter Architekt diese Leistung erbringen kann. Nur durch das intelligente Zusammenspiel vieler Einzelfaktoren kann man die optimale Performance erreichen.

Wie wichtig ist eine Auszeichnung wie “Das beste Haus” für einen Architekten?
Eine Auszeichnung ist immer die Rückbestätigung für mein architektonisches Handeln. Der Architekturpreis “das beste Haus” ist ein Gradmesser in der österreichischen Architekturlandschaft, er wird für ein hohes Maß an Wohnqualität und für energetisch, funktional und kostenmäßig optimierte Häuser vergeben und er belegt einen relevanten und unverzichtbaren Platz in der Diskussion und Entwicklung der zeitgenössischen Architektur und trägt zu einer nachhaltigen Verbesserung der österreichischen Baukultur bei. Der gewonnene Architekturpreis würdigt meine ökologische Herangehensweise meinen innovativen und umweltfreundlichen Materialeinsatz sowie meine außergewöhnliche, räumliche Gestaltungskompetenz. Ich bin stolz einer von neun Preisträgern zu sein.

Wie wichtig ist der energie-blog, um unkonventionelle Architektur- und Energiesparlösungen einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen?

Sehr wichtig! Nur gemeinsam und durch Sensibilisierung der “breiten Masse” können wir die Energiewende schaffen. Damit in Zukunft gute Lebensbedingungen für alle Menschen gewährleistet sind, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Pflege und Wertschätzung unserer Ressourcen und der Geschenke der Erde sowie Recyclierbarkeit aller Materialien sollten Basis unseres Handelns sein.

Weitere Infos:
pichlerarchitekten.at
dasbestehaus.at

 


 

22. September 2014 

 

10 Jahre im besten Haus

 

Beim Architekturwettbewerb „Das beste Haus 2005“ wurde das „Haus Löber“ zum besten Haus Kärntens gewählt. Wie lebt es sich in einem Siegerhaus, wie haben sich die Lösungen des Architekten im Lauf der Zeit bewährt? Wohnzeit hat Familie Löber besucht.


800 Meter hoch, über zehn Autominuten von Velden am Wörthersee entfernt, umgeben von Wald und Wiesen, steht das Haus von Heinz und Heidi Löber. Was brachte einen Wiener Rechtsanwalt und eine Stuttgarter Galeristin dazu, hier ein in den 1970iger Jahren errichtetes rustikales Gebäude zu kaufen? „Kommen Sie rein, sehen Sie selbst“, sagt Heinz Löber.

 

 

Wow!
Der Ausblick aus den Wohnzimmer-Fenstern ist fantastisch. Gleitet der Blick über den Bösendorfer-Flügel nach draußen, ergeben hohe Laub- und Nadelbäume, sanfte  Hügel und die mächtigen Gipfel der karnischen Alpen und der Karawanken ein wuchtiges Gesamtbild von feierlicher Schönheit. Wenn der Betrachter drinnen einen Schritt zur Seite macht oder sich draußen eine Wolke vor die Sonne schiebt, ist das Bild ein anderes. Zur Begeisterung mischt sich Fassungslosigkeit, als Heinz Löber Fotos des Bestandsgebäudes präsentiert. Wo heute Panoramascheiben Natur und Landschaft ins Wohnzimmer holen, war zuvor eine fensterlose Wand. Durch den Um- und Zubau hat Architekt Markus Klaura ein neues Wohn- und Lebensgefühl geschaffen. Das Konzept des Klagenfurters in wenigen Worten: Die Raumordnung weitgehend umdrehen, Erdgeschoss stehen lassen, Obergeschoss abtragen und statt dessen einen eleganten Baukörper in vorgefertigter Holzbauweise errichten. „Das Ganze ist Ruck-Zuck gegangen“, erinnert sich der inzwischen emeritierte Hausherr. „Ein halbes Jahr, nachdem mit der Demontage von Teilen des Altbestands begonnen wurde, sind wir eingezogen.“

 

Konsequenz
Zwei Holzarten, Lärche und Douglasie, prägen das Haus. Böden, auch einige Decken und Wände, erhalten dadurch natürliche Eleganz. Die übrigen Wände sind weiß gestrichen. Diese Konsequenz der Gestaltung sorgt für ein homogenes Raumgefühl und eine ruhige Atmosphäre, in der Gemälde und Kunstgegenstände gut zur Geltung kommen, ohne aufdringlich zu wirken.

 
„Ein durchgängiger Stil ist uns wichtig“, sagt Heidi Löber. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir auch die Einrichtung großteils von den Architekten planen ließen.“ Eine Holzvertäfelung verbirgt den Stiegenaufgang ins Obergeschoss, das verstärkt die  „salonhafte“ Atmosphäre im Wohnzimmer, wo das Ehepaar Löber für Freunde immer wieder Liederabende mit namhaften Künstlern veranstaltet. Beeindruckend auch das kubusartige Arbeitszimmer im Obergeschoss. Es teilt den Balkon, die Holvertäfelung schafft eine Atmosphäre, die den Blick nach Innen öffnet, während die Augen noch mehr Weitblick als im Wohnzimmer genießen. Der passende „Spitzname“ des Raumes: „Landschaftsfernseher“.

 


Das beste Haus

Im Vorraum steht gut sichtbar die Siegertrophäe des Architekturpreises 2005. „Diese Auszeichnung hat uns sehr gefreut, auch für die Architekten. Wir haben den Geldpreis für sie verdoppelt“, erzählt Heinz Löber. „Das Haus ist mehr als eine Hülle, es formt auch unser Bewusstsein.“ „Für uns ist dieses Haus auf jeden Fall das beste Haus“, sagt Heide Löber. „Die Großzügigkeit des Raums und der Ausblick auf die Berggipfel fördern die Entfaltung der Persönlichkeit.“ 

 

 

„Auszeichnungen sind nicht nur Streicheleinheiten für die Eitelkeit eines Architekten, sie spornen an, den nicht immer bequemen Beruf mit Hingabe zu erfüllen. „Das beste Haus" hat sich als Auszeichnung etabliert und hat einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert unter den vielen Bemühungen für eine bessere Baukultur in unserem Land.“
Markus Klaura (Bild), Architekt Siegerhaus Löber, www.klaura.at



„Wer bauen oder sanieren will sollte sich zutrauen, die große Lösung zu verwirklichen. Wir sind heute froh, dass wir nicht zu sparsam gebaut haben.“
Heidi Löber

 

„Das beste an unserem besten Haus ist die individuelle Architektur in einer großartigen Landschaft.“
Heinz Löber 

 

 

 

 

Fotos (c) Monika Saulich

www.monika-saulich.com

 


 

 

4. September 2014 

 

Das beste Haus – 10 Jahre Architekturwettbewerb

Seit 2005 schreibt die s Bausparkasse alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt, dem Architekturzentrum Wien (AZW) und unter Mitarbeit der regionalen Architekturinstitutionen Österreichs den Architekturwettbewerb „Das beste Haus“ aus.

 

Es ist der einzige Architekturpreis in Österreich, der sich ausschließlich dem Ein- und Zweifamilienhaus widmet. Dieses Alleinstellungsmerkmal hebt den Preis aus der Fülle der Architekturwettbewerbe heraus, macht ihn zu etwas Einzigartigem und er genießt vor allem bei der Gruppe der Architekten/ Architekturstudenten/ Architekturinteressierte höchstes Interesse.

 

Ziel des Preises ist es, das Beste Ein- oder Zweifamilienhaus jedes österreichischen Bundeslandes zu ermitteln und zu küren. Gesucht sind Häuser, die auf einem innovativen architektonischen und baulichen Konzept basieren. Sie verfügen über ein hohes Maß an Wohnqualität für ihre Bewohner und sind zudem energetisch, funktional und kostenmäßig optimiert. In ihrer Planung spielte die verantwortungsbewusste Einpassung in ihr Umfeld eine maßgebliche Rolle. Entscheidend ist die Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt sowie eine individuelle Lösungsfindung auf Lebens- und/oder Umgebungssituation. Komfort und Lebensqualität sind nicht zwangsläufig eine Frage der Quadratmeter oder der Baukosten. Bei diesem Preis gibt es pro Bundesland einen Sieger – diese 9 gleichberechtigten Sieger sollen stellvertretend für die architektonischen Besonderheiten der verschiedenen Gegenden stehen.

 

Ablauforganisation

Die eingereichten Projekte werden von einer Jury, besteht aus neun von den regionalen Architekturinstitutionen und der s Bausparkasse ausgewählten Fachleuten, evaluiert. Gemeinsam werden die Nominierungen vergeben und über das jeweils „Das beste Haus“ pro Bundesland entschieden. „Das beste Haus“ jedes Bundeslandes wird im Rahmen einer einmalig stattfindenden Preisverleihung in Wien ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt EUR 6.000,-- (EUR 3.000,-- für den Bauherren von der s Bausparkasse und EUR 3.000,-- für den Architekt/Planer vom Bundeskanzleramt).

 

Publikumspreis bewegt Internet-Community

Aufgrund des Jubiläums „5 Jahre Architekturwettbewerb“ beim Wettbewerb „Das beste Haus 2013“ wurde die Homepage zum Architekturpreis – www.dasbestehaus.at – neu überarbeitet. Neu war, dass über die Website erstmals ein „Publikumssieger“ gesucht wurde. Jeder Besucher konnte für seinen persönlichen Publikumssieger aus allen nominierten Projekten abstimmen. Pro IP-Adresse konnte bis zu fünf Mal abgestimmt werden. Jenes Projekt mit den meisten Stimmen war 2013 das Projekt „Aufberg 1110“, welches die Jury auch im Bundesland Salzburg überzeugt hat.

 

Kontinuierlicher Kontakt auch über die Wanderausstellung

Ein kontinuierlicher Kontakt mit Architekturinteressierten ergibt sich nicht nur über www.dasbestehaus.at, sondern auch durch die Produktion einer Ausstellung und eines Ausstellungskataloges zu diesem Architekturwettbewerb. Sowohl die Ausstellung als auch der Katalog geht auf die Besonderheiten jedes nominierten Objektes ein. Der Katalog begleitet die Ausstellung und kann von Interessenten über den „Ich-Du-Er-Sie-Es Webshop“ der s Bausparkasse (Ich-Du-Er-Sie-Es Webshop) bezogen werden. Die Ausstellung wird bei freiem Eintritt in den jeweiligen Architekturinstitutionen in ganz Österreich gezeigt. In Anschluss an die Preisverleihung im Architekturzentrum Wien, danach tourt die Ausstellung innerhalb der zwei Jahre bis zum nächsten Wettbewerb durch Österreich. Im Rahmen der Ausstellungen ist es auch oft möglich, die Bauprojekte mit Fachleuten zu diskutieren. Oft werden – in Abstimmung mit den Bauherren – auch Führungen zu und in diese Projekte organisiert.
Damit die Ergebnisse des Architekturwettbewerbes möglichst breit ausgestellt werden können, wurden zwei Varianten erstellt – eine „große“ und eine „kleine“ Variante. Letztere geht nur auf die Siegerobjekte pro Bundesland ein und kann somit auch in kleineren Räumlichkeiten genutzt werden, wie z.B. in den Filialen der Erste Bank, der Sparkassen, wohn²- und Bauspar-Centern aber auch bei Veranstaltungen im Architekturbereich (Architekturfestival „turn on“ http://turn-on.at).

 

Statistik Architekturwettbewerb „Das beste Haus“


Ergebnisse aus den Bewerben 2005 - 2013